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Politischer Dialog nach Corona wird digitaler - Ergebnisse der Online-Umfrage von NeulandQuartier und politik-digital.de

Politische Akteure sind mit den Möglichkeiten von Online-Dialogen weitgehend zufrieden

„Der Dialog zwischen den politischen Akteuren wird in Zukunft deutlich digitaler sein“, so die Annahme von Dr. Steffen Wenzel, Geschäftsführer von politik-digital.de e. V. und Ingo Seeligmüller, Geschäftsführer der Leipziger Kommunikationsberatung NeulandQuartier GmbH. Gemeinsam haben die beiden Sozialwissenschaftler in den vergangenen Wochen durch eine Online-Umfrage untersucht, wie die Akteurinnen und Akteure des politischen Umfelds Online-Dialogformate in Zeiten von Corona nutzen. Denn, die Corona-Krise stellt die Dialogmöglichkeiten der politischen Akteure vor große Herausforderungen: Der in der Politischen Kommunikation übliche Austausch von Abgeordneten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Interessenverbänden, Ministerien und Nichtregierungsorganisationen zu spezifischen politischen Themen und Fragestellungen ist ins Stocken geraten, da Präsenztermine mit mehreren Teilnehmern durch Social-Distancing-Maßnahmen nur noch erschwert möglich sind.

An der Online-Umfrage, die von 134 politischen Akteurinnen und Akteuren aus dem politischen Umfeld vollständig beantwortet wurde, nahmen u. a. 30 Abgeordnete (MdB und MdL) sowie 11 Mitarbeiter/innen von Abgeordneten, 32 Mitarbeiter/in der Ministerialverwaltungen (Bund und Länder) sowie 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Interessenverbänden und Nichtregierungsorganisationen teil.

„Die meisten politischen Akteure stehen digitalen Dialogformaten – nach einer Corona bedingten intensiven Phase der Nutzung – offen und interessiert gegenüber und sind sowohl mit der technischen Umsetzung als auch mit der Qualität der Diskurse weitgehend zufrieden“, so Ingo Seeligmüller. Die positiven Kosten-, Zeit- und Umweltfaktoren sowie die erweiterten Teilnahmemöglichkeiten von Online-Dialogen werden von den Befragten klar beschrieben. Verbesserungspotenziale gibt es aber auch hier. So wünschen sich die Befragten häufig Möglichkeiten für informelle Gesprächsangebote z. B. in separaten Online-Räumen. Auch bessere Beteiligungsmöglichkeiten wünschen sich mehr als ein Drittel der Befragten. „Oftmals werden aber auch die zwischenmenschlichen Aspekte wie z. B. die Nonverbale-Kommunikation oder der Small-Talk, die ebenfalls zum Gelingen von Diskursen beitragen können und für die Netzwerkpflege sehr wichtig sind, vermisst“, so Seeligmüller weiter.

Politische Online-Dialoge bieten Alternativen und werden als sinnvolle Ergänzung wahrgenommen

Das insgesamt positive Resümee der Befragten spiegelt sich auch in der Bereitschaft der politischen Akteure wider, in Zukunft häufiger an Online-Dialogveranstaltungen teilzunehmen. Rund 65 Prozent der Befragten sehen Ihre persönliche Bereitschaft als eher hoch bis sehr hoch an, nur rund 8 Prozent haben eine geringe Bereitschaft und rund 27 Prozent sehen ihre Bereitschaft als durchwachsen an. Zudem findet die Aussage, dass Online-Dialogveranstaltungen trotz Aufhebung der Kontaktbeschränkungen in Zukunft wesentlich häufiger für den politischen Dialog und die Verbandskommunikation genutzt werden, große Zustimmung.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Potenziale sollten politische Online-Dialogformate als eigenständige und dauerhafte Formate für die Politische Kommunikation in Zukunft vermehrt weiterentwickelt sowie als sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Präsenzformaten genutzt werden, meint Dr. Steffen Wenzel. „Wichtig ist es, in den Formaten Beteiligungsangebote für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu machen sowie den sozialen Austausch durch individuelle und informelle Gesprächsangebote wie z. B. in separaten Online-Räumen zu ermöglichen“. Verbesserungspotenziale sieht er vor allem bei den Themen Datenschutz, Vertraulichkeit und Diskussionsführung.

Eines scheint aber auch klar zu sein: Digitale Dialogformate werden und sollen Präsenztermine nie vollständig ersetzen. Sie können aber vor dem Hintergrund der zeitlichen sowie ökonomischen und ökologischen Ersparnis eine sinnvolle Ergänzung und Alternative darstellen. Dabei gilt es in Zukunft die beiden Veranstaltungsformen weniger antagonistisch, sondern supplementär wahrzunehmen und auszurichten. Gemeinsam können sie so ein fester Bestandteil des unmittelbaren politischen Diskurses und der politischen Netzwerkbildung und Kontaktpflege werden.

Auswertung und Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Online-Umfrage

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